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Wie der Körper erlebt, reagiert und sich schützt

 

Unser Körper ist unser Zuhause, unsere Heimat in dieser irdischen Welt. Er befähigt uns auf vielfältige Weise, uns wahrnehmend und reagierend durchs Leben zu bewegen. Er ist seit Anbeginn seines Werdens vielfältigsten Einflüssen und Situationen ausgesetzt und stellt sich ganz nach seinen Möglichkeiten auf die gefühlt schönen, neutralen, herausfordernden, schwierigen und anderen Anforderungen ein.

 

Unser Körper reagiert immer unmittelbar und direkt, z.B. auf Kälte, Hitze, Freude, Schmerz, Bedrohung, Verletzung, sanfte und unsanfte Berührung, Gehalten- und Nicht-Gehalten-Sein.

 

Verstehen, das Erfassen mit dem Verstand ist eine wunderbares Instrument des Menschen, es verändert und gestaltet die Welt. Verstandesgemäß erfassen bedeutet aber oft auch nicht, dass es uns gelingt, aus unseren Erkenntnissen für uns und unser Leben tiefgreifendere Konsequenzen zu ziehen.

Handlungen und Veränderungen, die wir nur aus den Erkenntnissen unseres Verstandes heraus vornehmen, erfüllen uns oft nur kurze Zeit.

 

Tiefgreifende Erfahrungen machen wir, wenn zusätzlich unser Körper beteiligt ist, wenn unser Körper reagiert. Wirkliche Erfahrungen gehen unter die Haut. Wenn sie körperlich gefühlt werden, sind sie uns ganz nah, sind echt, sind unsere eigenen geworden und beeinflussen uns auf umfassende Art und Weise.

 

Der Körper erinnert sich solcher zuvor benannten gefühlten Erfahrungen, er hat sozusagen ein eigenes Körpergedächnis. Unser Körper ist ein Abbild unserer Vergangenheit, unserer erlebten Erfahrungen.

 

Verletzende, beschämende, abwertende, übergriffige und andere auch lebensbedrohliche traumatisierende Situationen und Ereignisse, die uns tiefgreifend in Angst, Schrecken und Panik, unserem Körper sozusagen in einen Schockzustand versetzt haben, werden und sind als solche Erfahrung in unmittelbarer Reaktion auf das Ereignis in unserem Körpergedächnis gespeichert, meist als muskuläre Kontraktion, ein dauerhaftes Zusammengezogen-Sein, ein Zurückziehen von Lebens-Energie, ein Verstummen, ein Wegpacken, ein Nach-Innen-Nehmen.

 

Dies ist neben anderen ein überlebenswichtiger Schutzmechanismus des Körpers, in der Körpertherapie auch als Panzerung bezeichnet.

Überschießendes, unerträgliches Fühlen von Furcht, Angst, Schrecken und Panik, das dauerhaft gefühlt ein Weiter-Leben erheblich beeinträchtigen und evt. sogar unmöglich machen würde, wird in diese Schutzreaktion eingeschlossen, hinter einer Panzerwand “versteckt”, das Fühlen sozusagen ausgeschaltet. Auch die Erinnerungen werden in das Unterbewusstsein verdrängt, sind nicht mehr unmittelbar zugänglich.

 

Solche schützenden, verdrängten Zustände binden Energie, verbrauchen dauerhaft Lebens-Energie, um nicht sicht- oder fühlbar zu werden. Das natürliche ursprüngliche Durchströmen und Fließen der Körperenergien wird von diesen Panzerungen behindert und beeinträchtigt. Wohlbefinden und die gefühlte freie Lebendigkeit in Verbundenheit und Ausdruck, wie sie sich beispielsweise im optimalen Falle in einem Kind beobachten lässt, sind gestört oder verloren gegangen, Krankheiten können entstehen.

 

Soviel sei hier einmal als kurzer Überblick genannt.

 

 

Den Körper "sprechen" lassen

 

Die Körpertherapie, Atem- und Energie-Arbeit (Skan) bietet Möglichkeiten und beinhaltet eine Fülle von Methoden, unseren Körper “sprechen” zu lassen, seine Geschichte zu erzählen, seine Schutz-Zustände zu zeigen, zu durchleben und ihn auf diese Weise Stück für Stück in fließende, befreiend erlebte Lebendigkeit zurückzuführen.

 

“Skan” bedeutet in der Sprache der Lakota-Indianer, “Das, was sich bewegt”, und steht für das vertikale Fließen und Strömen der natürlichen Lebensenergien durch unseren Körper.

 

Die Körper-, Atem- und Energie-Arbeit (Skan) basiert auf den von Wilhelm Reich erforschten Grundlagen und Prinzipien der von ihm erarbeiteten Vegetotherapie, die uns in unserer Arbeit als Richtschnur dient.

 

In Kürze genannt:

  • Durch verstärkte vertiefte Atmung wird das Energie-Niveau des Körpers erhöht, was in der Regel Stück für Stück zu einer Anregung und Aktivierung des zuvor genannten Körpergedächnisses führt. Alte, im Alltagsleben nicht gefühlte Schutz-Zustände und Panzerungen können fühlbar werden.
  • Durch dieses “Ins-Fühlen- und In-Ausdruck-Kommen” im geschützten einladenden Beziehungsraum mit dem Therapeuten kann sich das ausdrücken und z.B. durch Zittern, Schmerz, Wut, Misstrauen, Verschluss u. anderem zeigen, was in der Ursprungs-auslösenden Schreckens-, Bedrohungs- und Übergriffs-Situation gehalten, verschlossen und weggesperrt werden musste. Es kann wie schon genannt sozusagen blühen und in seiner Zeit verblühen, kann gehen.
  • Durch Lösung der meist muskulär gehaltenen Schutz-Zustände (Panzerungen) kann sich in seiner ganz eigenen Zeit der natürliche Lebensenergiestrom durch die von W. Reich gefundenen Körpersegmente (Stirn/Augen, Mund/Kinn/Rachen, Hals/Nacken, Brust, Zwerchfell, Bauch und Becken) wieder einstellen.
  • In alledem liegt eine besondere Aufmerksamkeit auf Trauma-Rückerinnerung oder -Erleben, die eine eigene äußerst achtsame Beachtung, Betrachtung und Umgehensweise erfordert.

 

Dies ist eine unserer Arbeitsweisen mit dem Körper.

 

Das aus unserer Sicht wichtigste Element unserer Körper-Arbeit (und auch der anderen Angebote) ist der Beziehungsaspekt. In den allermeisten Fällen ist eine traumatisierende Situation in Beziehung oder durch Fehlen von Beziehung und Bezug in den frühen und auch späteren Lebensphasen des Heranwachsens entstanden. Extreme Ereignisse sind weitere Auslöser oder können Altes reaktivieren und auch als weitere Schicht verstärken.

 

Der Grundsatz “Was in oder durch fehlende Beziehung entstanden ist, kann nur in liebevoller Beziehung gelöst/geheilt werden”, ist eine weitere wichtige Richtschnur unserer Arbeit.

 

Wir stellen durch Einbringung von Präsenz, Offenheit, Einladung, Bewertungslosigkeit, in Beziehung-Stellen und Möglichkeit für Berührung und Körperkontakt einen Raum bereit, in dem sich alles zeigen kann, was z.B. im Verborgenen bleiben musste, – was sich nicht zeigen konnte, wollte oder durfte, – was kein Gegenüber hatte und keinen Halt, – was Verlorenheit oder Enge erzeugte, – was ungewünscht, falsch-bezeichnet, verboten wurde, – was über die Maßen gefordert und/oder erzwungen wurde… Die Liste hier ließe sich beliebig fortsetzen.

 

Wir hoffen, einen ersten Eindruck vermittelt und unsere Arbeit transparent gemacht zu haben. Wir freuen uns auf eine Kontaktaufnahme.

 

 

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